Das deutschsprachige AJS & Matchless Forum

        Themen, Tipps und Termine zu den klassischen Motorrädern

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#1

"Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 17.04.2006 13:25
von Michael | 20 Beiträge

Hallo, alle beisammen,

ich habe in der letzten Zeit mit Zündkerzen experimentiert, da meine G3LS so schlecht ansprang (nachdem Magneto, Zündung und Vergaser als Fehlerursache ausgeschlossen werden konnten).

Ich benutze jetzt Platinzündkerzen von NGK, da diese ohne Entstör-Widerstand angeboten werden.
Iridiumkerzen gibt es meines Wissens nur mit Widerstand.

Als optimal für mein Moped hat sich die NGK B8EVX herausgestellt. Ob der Motor kalt oder warm ist, nach dem zweiten Tritt auf den Kickstarter springt das Moped an.


Ich schätze, dass die spitze Mittelelektrode dazu beträgt, dass bei "Fußbetätigung" des Motors beim Ankicken bereits ausreichend Zündspannung aufgebaut wird.


Michael


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#2

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 18.04.2006 15:30
von britbiker
avatar

hallo,
diese ngk kannste gern in ein rennmopped einbauen....ausser dein gemisch stimmt bei deiner maschine immer.!!!!!
...denn die ngk verzeihen so etwas normalerweise N I E,
ich nehme lieber ne' bosch, die funktuionieren auch wieder wenn sie entrust, wieder trocken sind, ect.

ciao
andy


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#3

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 21.04.2006 14:33
von Ajay | 680 Beiträge

Hallo lieber britbiker,
da sprichst du aber einen ziemlichen Blödsinn ganz gelassen aus! Wo hast du diese Weisheit denn hergenommen, die NGK Zündkerzen so pauschal zu vermiesen?
Vielleicht probierst du mal einen Vertreter der Iridium-Familie aus (Meine Empfehlung BPR7EIX oder BR8EIX) - kost' beim Louis 12,75 Euronen das Stück - dann wirst du keine andere mehr haben wollen!
Gruß Paul


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#4

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 21.04.2006 20:13
von Michael | 20 Beiträge

Hallo, Paul.

Fährst du Magnetzünder oder hast du auf elektronische Zündung umgebaut ?

Hast du Probleme mit den Entstörwiderständen in der Kerze ?

Ich habe 5 kohm in Stecker, dazu addiert der Widerstand der Kerze erscheint mir ein bißchen viel. Deshalb habe ich bis dato die Finger von den Iridium Kerzen gelassen.


Michael


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#5

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 22.04.2006 12:17
von Ajay | 680 Beiträge

Hi Michael,
musste mich erstmal schlau machen bei meinem Sparkplug-Guru Jens J. Also: im Kerzenstecker sollte kein Widerstand sein, dann ist die Iridium-Zündkerze optimal, auch mit dem Magnetzünder. Für den Motor der G3LS wäre der Kerzentyp BPR7EIX (Louis Art.-Nr. 10035100) wohl 1. Wahl.
Wie immer in solchen Fällen: Angaben ohne Gewähr.
Gruß Paul


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#6

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 23.04.2006 18:33
von BritBiker | 6 Beiträge

mein "blödsinn" beruht auf erfahrungswerten!!!!
- und zwar nicht nur von mir.
es soll ja meist nicht an einer verrusten zündkerze liegen sondern an derern verglasung!
- wenn dein gemisch nicht stimmt, dann nützen die teuren (auch sch... in so nem fall) kerzen auch nicht!!
und wenn ihr schon anfagt von der addierung von vorwiderständen zu reden, dann rechne mir doch den wert des dielktrikum's "luft", welcher in reihe zu deiner kerzenelktrode geschaltet ist...megohm, gigaohm, was machen da 5kohm aus?
nachträglich noch frohe ostern
wünscht euch euer britbiker
leis is scheiss


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#7

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 26.04.2006 14:47
von matman | 1.032 Beiträge

Mensch, hier geht´s ja wieder zur Sache! Die Wogen der Diskussion schlagen hoch...

...und auch ich habe noch ein bisschen Senf dazuzugeben: mein "Berater" Peter Weigelt empfiehlt für Magnetzünder eine Zündanlagen-Peripherie ohne jeden (Entstör-)Widerstand. Also: alle Stecker und alle Kabel sowie die Kerzen selbst sollten keinen (definierten) Widerstand, also z.B. 1 oder 5 Kilo-Ohm aufweisen. Klar gibt es in jedem Bauteil einen geringen Restwiderstand, aber der sollte laut Messgerät im niedrigen Nach-Komma-Bereich (Zehntel- oder Hundertstel-Kilo-Ohm) liegen.

Zu den Kerzen selber: mal abgesehen davon, dass die also auch keinen integrierten Widerstand aufweisen sollten, halte ich von der abgehobenen Diskussion über Fabrikate, Typen und Wärmewerte wenig. Klar, bei längerer Tour muss der Wärmewert stimmen - aber das Schicksal, ob ein Bock überhaupt erst einmal anspringt resp. läuft, hängt kaum davon ab ( m e i n persönlicher Erfahrungswert). Im Gegenteil: wenn ansonsten alles stimmt, dann wundert man sich, was für abgehalfterte Stifte man in die Kerzenlöcher schrauben kann, und das Biest läuft trotzdem. Z.B. uralte Bosch oder Beru W175-14 mit Elektrodenabständen, dass man "dem Sepp Herberger sei´ Kapp´ durchwerfe" kann. Ich fahre schon seit Jahren irgendwelche NGK´s (fragt mich bitte nicht nach Wärmewert und genauer Bezeichnung!) und bin glücklich damit. Aber die CHAMPIONs davor waren auch nicht schlechter.

Noch `ne Twin-Spezialität, die aber vielleicht auch bei anderen Motoren auftritt: bei meinem AJS Typ 30 (Bj. 56, 600 ccm) sind Langgewindekerzen verbaut, die aber etwas zu weit in den Brennraum hineinragen und im ungünstigsten Fall mit dem Teller des sich öffnenden Einlassventils kollidieren können ( n e i n , da gehören k e i n e Kurzgewindekerzen rein... - es sei denn, ich baue den Motor als Vorkammer-Diesel um... ). Daher müssen die Kerzen mit einer Distanzscheibe unterlegt werden. Wichtig hierbei ist, dass der Original-Dichtring (Quetschring), wie er auf jeder Kerze serienmäßig montiert ist, entfernt wird und stattdessen zwei massive Kupferdichtringe, z.B. von Ölablass-Schrauben, als Distantringe verwendet werden. Der Quetschring in Verbindung mit nur e i n e m Kupferring vertragen sich nicht, es ist dann keine ausreichende Wärmeabfuhr an dieser heißesten Stelle des Motors gewährleistet. Habe hierzu eine Original-Stellungnahme aus dem Hause NGK; wen´s interessiert...

Okay, weiterhin fröhliches Streiten & Schrauben! Grüße von Jan


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#8

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 30.04.2006 11:48
von Michael | 20 Beiträge

Leute, Leute,

beruhigt euch !

Ich habe das Thema nicht umsonst mit "Selbstversuch" überschrieben.

Das sind meine, und nur meine Erfahrungen, die ich euch mitteilen wollte. Ich weiß, dass der eine oder andere auch Startprobleme hat.
Ich wollte nur beschreiben, wie ich, und nur ich, das Problem bei meinem Moped in den Griff bekommen habe.

Ihr müßt ja nicht das tun, was ich gemacht habe, ihr könnt ja nur mal drüber nachdenken.
Auf keinen Fall wollte ich eine philosophische Diskussion über Kerzenhersteller, Wärmewert, etc.
lostreten . Ich dachte, im Technikforum seien auch Tips erwünscht.

Michael

P.S.: das Wort "ich" findet sich deshalb so oft im Text, damit jeder erkennen kann, dass es sich um eine persönliche Meinung handelt und nicht Anspruch auf Allwisenheit erhoben wird .


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#9

RE: "Selbstversuch" Zündkerze

in Elektrik 12.06.2006 17:57
von Jens Jacobs
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Magnetzünder liefern eine Spannung, die annähernd proportional zur Drehzahl ist, das bedeutet beim ankicken eben nicht gerade viel. Iridiumkerzen ergeben an der sehr feinen Mittelelektrode eine dramatisch gesteigerte Feldstärke und es ist die Feldstärke, die den Durchschlag zwischen den Elektroden bewirkt. Der 5,16 kOhm Endstörwiderstand vermindert zwar ein wenig den Vorteil der Iridiumkerze aber sie ist von der Funkenbildung bei geringer Spannung der Standardkerze immer noch weit überlegen. Der zweite Enstörwiderstand im Kerzenstecker muß natürlich raus (siehe Jampotmagazin) oder ein Stecker ohne Widerstand her.
Beim Wärmewert wäre ich aus leitvoller Erfahrung nicht so großzügig. Ein renomierter TWIN Spezialist aus Dänemark hatte mir empfohlen einen kleineren Wärmewert zu verwenden, ich hatte Probleme beim Stop and Go mit verrußten Kerzen, er fährt sogar 6´er Kerzen, ich habe es dann mit 7´er versucht und auf der Rückfahrt von der Jampotrally hatte ich einen Klemmer (Kolben sieht aus wie ein Zebra lief aber ohne Probleme weiter). Der Kerzenisolator war angeschmolzen, also viel zu heiß und Glühzündungen verursachend, was man bei flotter Fahrt nicht merkt.

Ride safe and keep the rubber side always down Jens


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