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#1

G11-Restauration / The never ending story

in Mechanik 29.09.2019 23:28
von ilofan | 97 Beiträge

Hallo liebe Foristen und Freunde des alten Eisens,
verschiedentlich habe ich mich ja schon zur Restauration meiner G11 geäußert und hier im Forum bin ich auch schon bestens beraten worden. Das letzte Mal habe ich davon berichtet, dass ich den vorhandenen, desolaten Blech-Primärkettenkasten, durch einen Alu-Kasten ersetzen möchte. Verschiedene Aktionen (u.a. an/mit der Drehmaschine) waren hierzu notwendig, denn der notwendige Freiraum für die Kupplung zum Alu-Kettenkasten hin, ist allerdings so einfach nicht "zu bekommen". Hier nun wie angekündigt, der nächste Teil der "never ending story"!

Der letzte Versuch, die Lage der Kupplung etwas aus der Maschinen-Längsachse zu bekommen (2-3 mm), war leider nicht erfolgreich. Ein aus konventionellem Stahl (frühere Bez. St.37) gedrehter Distanzring (dxDxB, 15.9x17,9x3mm), der zwischen Keilwellenprofil der Getriebe-Ausgangswelle und dem Keilwellenprofil des Kupplungs-Innenteils zu liegen kommen sollte, hat dem Druck der 85 Nm Vorspannkraft des Schraubenanzugs nicht standgehalten und sich verformt.

Der nächste Versuch wurde dahingehend unternommen, dass ich einen neuen, gleich dimensionierten Ring aus WZ-Stahl (90MnCrV8) drehte und diesen anschießend härten/vergüten ließ. Leider war die anschließende Kupplungsmontage ebenfalls nicht sehr erfolgreich, da jetzt der Distanzring nicht distanzierte, sondern die Anschlagnasen des Kupplungs-Innenteils einfach abscherte! Immerhin war der Distanzring offensichtlich hart genug!. Das Kupplungs-Innenteil konnte ich somit in die Ecke pfeffern!

Bei AMOC gibts Ersatz, das freut den Bastler! Die Teile die da allerdings ankommen sollten, sind schon mal anders dimensioniert. Soll ich sagen "weiterentwickelt?" Die Rückdämpfergummis sind z.B. ca. 4 mm kürzer als die vorher eingebauten. Warum? Keine Ahnung! Dafür ist das neue Innenteil (040354), an den 3 Auslegern sehr deutlich voluminöser! Warum? Keine Ahnung. Natürlich passen die auf das Neuteil aufzuschiebenden (Alt-) Teile wie die Backplate (040353) und der "Deckel" 040363) auch nicht....aber da hat man(n) ja eine Drehmaschine.

Wenigstens ist die suboptimale konstruktive Gestaltung der Anschlagnasen des Kpl.-Innenteiles zur Getriebe-Ausgangswelle jetzt konstruktiv deutlich besser gelöst worden. Mit dieser Erkenntnis wird mir auch klar, warum manche Kupplungen sich auf den Getriebe-Ausgangswellen lösen... Die vorher zitierten Mini-Anschlagnasen des Kupplungs-Innenteiles setzten sich und somit geht die Vorspannkraft der Zentralmutter (und des Sicherungsringes) verloren. Die Kupplung arbeitet sich lose.

Nach dem Anpassen der Teile-Durchmesser kann ich mich daran demnächst versuchen, trotz der dickeren "Mitnehmerarme" des Kupplungs-Innenteiles die Gummi-Rückdämpfer an ihren Platz zu bringen. Eine Vorrichtung zum spannen (wie im Rep.-Handbuch bei den Leightweights gezeigt), habe ich bereits angefertigt. Eine alte Getriebe-Ausgangswelle zum Halten/Spannen des Kupplungs-Innenteiles (Keilwellenprofil) fehlt mir bis dato noch.

Ob einer der AJS-/Matchless-Freunde hier weiterhelfen kann? Ich würde mich sehr über die Unterstützung freuen.... natürlich gegen Kostenerstattung.

Ich habe kurz zuvor den Bericht 'Ich bin frustriert' gelesen. Sowas hilft! Es zeigt, irgendwann wird es wieder hell im Tunnel.

Abschließend möchte ich noch die Vermutung äußern, dass für den Fall, dass ich die Kupplung wieder zerstörungsfrei zusammen bekomme, ich sehr wahrscheinlich auch ein bisschen "Distanz" (Kupplung/Alu-Kettenkasten) gewonnen habe, Warum? Beim alten Kupplungs-Innenteil waren die Anschlagnasen wohl dermaßen verschlissen, dass die fehlenden Millimeter durchaus dort verloren gegangen sein konnten? Will see what happens!

Wenn es nicht zu langweilig/langwierig wird, kann ich ja nochmals berichten ...?

Nette Grüße
Karl

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#2

RE: G11-Restauration / The never ending story

in Mechanik 30.09.2019 16:08
von ekkeneckepen | 999 Beiträge

Moin Karl

Da bist du ja wieder tief in die Materie eingestiegen. Ich hatte schon mal überlegt (und wieder aufgegeben) ob man nicht den hinteren Teil für den Alukasten neu anfertigen sollte, der dann für die "Blechkastenmaschinen" so gestaltet ist, dass er eben passt. Wenn man eine 6mm Aluplatte aussägt und sich einen kleineren und einen größeren Zylinderring dreht, die Ringe öffnet und auf die Platte schweißt hätte man schon mal das Rohteil. Es bleibt dann sicher noch viel Arbei nach. Die Ästhetik würde aber ok sein, weil der vordere Teil eben das Original bleibt. Auf einer Rally in Dänemark habe ich einmal sowas gesehen, es geht also. Eine Variante wäre ein Formmodell bauen um das Teil in Sandguss abzugießen, da ließe sich gewiss auch eine Kleinserie gut verkaufen, sollte dann aber auch für die Singles mit der Dynamokette passend gemacht werden ? Auch eine Kombination aus Alu und rückwärtig aufgeschraubten dünnwandigen Blechformteilen wäre denkbar um Wandstärke für den geringen Platz einzusparen.

Gruß Jens

zuletzt bearbeitet 30.09.2019 16:15 | nach oben springen

#3

RE: G11-Restauration / The never ending story

in Mechanik 30.09.2019 20:09
von ilofan | 97 Beiträge

Hallo Jens,

interessanter Hinweis! Ja, so beim Nachdenken finde ich Deine Idee mit dem partiellen "Blech-Rückteil" des Alu-Kettenkastens vielversprechend! Da das Kettenkasten-Innenteil auf der Rückseite einigermaßen "glatt" ist, dürfte das Abdichten des "neuen Blechteil-Segmentes" zum geänderten Alu-Teil kein Problem darstellen. Also, wenn ich davon früher "Wind" bekommen hätte und ich mir vorab darüber im Klaren gewesen wäre, was meine "Distanzgeschichte" für weitere Nebenschauplätze kreiert ... ... wer weiß zu welcher Lösung ich da gekommen wäre!

Danke für den Tipp!

Beste Grüße
Karl

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#4

RE: G11-Restauration / The never ending story

in Mechanik 02.10.2019 16:06
von ekkeneckepen | 999 Beiträge

Also wenn man das hintere Blechteil komplett verwenden will ist das wohl nicht so einfach? Wo sollen die Gewinde für die vielen Schrauben vom Vorderteii "Fleisch" finden?

Jens

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#5

RE: G11-Restauration / The never ending story

in Mechanik 02.10.2019 21:17
von ilofan | 97 Beiträge

Hallo Jens,
nein, das meinte ich nicht! Das Problem ist doch, dass die Materialstärke (nur) im Bereich der rotierenden Kupplung zu groß ist. Dein Gedanke war doch - so habe ich Dich verstanden - genau in diesem Bereich das Alu "kreisrund auszuschneiden" und das entstandene Loch mit einem Blech (u.U. das entsprechende Blechsegment des Blechinnenteils) verschließt. Das Blechsegment seinerseits müsste gegen die Rückwand des Alu-Innenteil geschraubt abgedichtet werden. Das so entstandene Bauteil ist somit eine Art Komposit-Bauteil.
Die Schraubsituation Aluinnenteil/Aluaussenteil bleibt unverändert. Für die "Störkonturen" der rotierenden Kupplung hat man Platz geschaffen. Konkret, das "neue Segment der Rückwand des Kettenkasten" aus Blech ist nun auf der gleichen Konturlinie des Alu-Innenteiles. Wenn also "großzügig genug" ausgespart wurde, dürfte eigentlich nix mehr streifen!
U.U. muss die Kettenrad-Abdeckung neu gemacht, bzw. mit übernommen werden! Soweit die Theorie. Hätte in der Tat viele Vorteile, da man sich den Ärger mit der Kupplung spart und den Focus der Änderungen auf den Kettenkasten, genauer das Alu-Kettenkasten-Innenteil legt. Könnte m. E. schon machbar sein!

Nette Grüße
Karl

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#6

RE: G11-Restauration / The never ending story

in Mechanik 02.10.2019 21:29
von ekkeneckepen | 999 Beiträge

Hallo Karl

Ja so ähnlich hatte ich mir das gedacht, ich glaube allerdings, das die Aufnahme vorn am Motor des Alukastens auch nicht an den "Bleckkastenmotor" passt? Meine Gedanken damals befassten sich auch eher mit den Singels und da ist eben auch noch der Dynamoantrieb mittelst einer kleinen Kette mit im Kasten.

Gute Nacht, Jens

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#7

RE: G11-Restauration / The never ending story

in Mechanik 02.10.2019 21:46
von ilofan | 97 Beiträge

Sehr zu meiner Freude, habe ich am vorderen Ende des Alu-Kettenkastens keine Probleme entdecken können, da passt soweit (bei meinem Motor) alles!

Ebenfalls Gute Nacht...
und Morgen einen schönen Feiertag
Karl

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