Das deutschsprachige AJS & Matchless Forum

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#1

Rubi macht sich Sorgen...um die G12 mit CSR Herz

in Mechanik 26.02.2011 19:47
von rubi201 | 18 Beiträge

Guten Morgen liebe Gemeinde,

erstmal vorab: in Sachen 'große Viertakter' bin ich leider ein völliger Newbie - insofern: sollten einige meiner Fragen 'unnötig' erscheinen,
so bitte ich um Milde...und auch um Verständnis! Was die Fehler-/Problemsuche & -beseitigung von Zweitaktmaschinchen
angeht bin ich (mittlerweile) recht fit. Da Tante Matchless mein erstes dickes Mopped (mit zwei Takten mehr als sonst... ;) ist bräuchte dabei
eure Hilfe (ok - vielleicht ist das ja alles gar nicht so schlimm und es ist mit etwas gutem Zuspruch getan ).

Nachdem die Dame am Montag die Fahrerlaubnis und ihr Nummernschild bekommen hat, bin vor zwei Tagen mal ein Stückchen gefahren.
Leider bin ich mittlerweile (ehrlich gesagt) gar nicht mehr so sicher, ob da alles so ist, wie es (eigentlich) sein sollte.

Es geht um eine G12 (BJ 59) mit CSR Motor (BJ61) mit Magnetzündung, die (laut Vorbesitzer) frische Übermaßkolben in neu gehonte Laufbahnen
bekommen haben soll. Ventilspiel hab ich kontrolliert (das lag im kalten Zustand bei 0,2mm - ich denke das stimmt so, oder?). Die alte Lady springt
kalt & warm gut an - und hörst sich (zumindest für mich) gut an (also ohne böse Geräusche oder schlimmes Tickern aus dem Motor. Da es allerdings
mein erster Zweizylinderviertaktoldie ist fehlen da allerdings Vergleichsmöglichkeiten. Ich schätze die Speed Triple, Z650 o. die alte 1100er GSX von
meinen großen Brüderchen können als 'Vergleichsmaterial' dabei nicht herhalten... :(

Nun zu dem Negativen (und auch zu den Fragen):

Beim ersten Fahren:
Als ich die alte Dame zum ersten Mal gefahren habe hab ich es vermieden den Motor 'arbeiten' zu lassen. Trotzdem war es nach ein paar Kilometern so,
dass die Maschine an Kraft verlor und das (3/4 Gas) nicht mehr anständig hielt. Ich ging vom Gas, sie ging aus und ich bin mit gezogener Kupplung an
den Straßenrand gerollt. Na ja, nach ein paar (leider sehr üblen) Erfahrunge mit Reibern & Kolben bei den kleinen Zweitaktern mach ich mir bei sowas
irgendwie immer in die Hose. Der Kickstarter ließ sich nach dem Abstellen mit normaler Kraft durchtreten - und angesprungen ist sie auch gleich wieder.
Danach bin ich nach hause getuckert - und hab erstmal schlecht geschlafen...

Ok...eigentlich hätte ich die Zündung wohl besser vorher überprüfen sollen, was dann aber sofort nachgeholt wurde. Der Unterbrecherabstand
der Lady lag bei 0.7mm!?!. Nachdem das korrigiert wurde hab ich (mit der Kerzenlochmethode) das Öffnen des Unterbrechers mehrmals überprüft
und kam nun bei 8,9 plusminus 0.2 mm raus. Zumindest nach dem, was ich in den Handbüchern und Anleitungen gefunden hab stimmt das jetzt auch (halbwegs).
Falls nicht, dann möge sich jemand erbarmen und mir den 'richtigen' Wert mitteilen (ich meine für die 650er sind 11/32 angegeben...also ca. 8,7mm ?!)

Die (vielen) Fragen bzw. meine 'Sorgen':

- ich ging (bisher?!) davon aus, dass ein größer Kontaktabstand auch auch Auswirkungen auf den ZZP hat. Ist die Annahme, dass ein größere Abstand
eine frühere Zündung zur Folge hat falsch? Bzw. könnte die (bei der ersten Fahrt) eventuell eine 'zu' frühe Zündung und die damit verbundene höhere
Motortemperatur der Grund für den Reiber (falls es einer war) gewesen sein?

- war die Sache mit dem Leistungsverlust ein Reiber...oder hat jemand eine andere Idee? :( Wie dramatisch ist das bzw. sollten Maßnahmen getroffen werden?
Sprich: ist eine Kontrolle der Kolben/Laufbahnen jetzt unbedingt notwendig oder (wie bei manchen Zweitaktzylindern) gar nicht so dramatisch (wenn´s nicht
wirklich "anständig" geklemmt hat)? Wie 'dramatisch' sich solche Kolbenausdehnungsprobleme bei größeren Motoren äußern weiß ich leider nicht...bei neuen
Zweitaktkolben fahr ich immer mit dem Ohr am Zylinder & der Hand an der Kupplung. Bei Tante Matchless hab ich es auf der ersten Fahrt auch so gehalten.
Nur: zu hören war da vorher nichts (zumindest nicht das 'typische' Knistern des Kolbens vor dem Festgehen) - zu spüren war lediglich ein (leichter) Leistungsverlust.
Und dann kam auch schon mein Zug am Kupplungshebel...

- die Kompression (in kaltem Zustand, beide Kerzen raus) liegt auf beiden Zylindern bei 7 Bar. Ist das ok, zu wenig o. zu viel? Welche Kolben
verbaut wurden lässt sich wohl nur durch eine Demontage herausfinden. Mir düngt´s etwas wenig...angegeben waren die CSRs ja mit 8,5:1...aber
wenigstens sind beide Zylinder gleich :)

- Die Garage sah (ein paar Stunden nach dem Abstellen der Maschine) leider auch nicht ganz so hübsch aus bzw. hatte ein paar (meiner Meinung
nach recht große) Flecken. Läuft das noch unter 'Reviermarkierung' oder ist auch hier Sorgenmachen angesagt? Siehe Bilder...vielleicht kann ja
jemand was drauf erkennen, was da nicht stimmt bzw. um was ich mich kümmern sollte). Siehe Bilder...

- Zündverstellhebel: wenn ich sie (kalt) angelassen hab ist der Leerlauf bei gezogenem Hebel (also später Zündung?) sehr unruhig. Schieb ich ihn
nach vorne und das Kabel ist entlastet tuckert sie gleichmäßig. Soll das so sein, bzw. ist das 'normal'?

- Chokehebel: bei warmen Motor hab ich das noch nicht 'getestet' - bei frisch angeworfenem Motor hat dieser allerdings KEINE Auswirkungen auf
den Motorlauf. Hebel parallel zum Lenker (aktiviert) oder Hebel gezogen (deaktiviert) macht keinen Unterschied...normal oder besorgniserregend?

- ist es normal, dass die Lichtmaschine warm wird? Bzw. wie warm wird der Steuerdeckel?

- Neue Kolben in alten Zylindern erforden (zumindest nach meinem Zweitaktwissensstand) ein erneutes Einfahren. Bei den Zweitaktern hab ich es bisher
so gehalten: Fahren in (für den Motor) angenehmen Drehzahlbereichen, nicht nur 'dahintuckern' sondern auch Lastwechsel 'provozieren', wenn der Motor
ein paar Kilomter auf dem Buckel hat (für kürzere Abschnitte) mal höher drehen lassen & danach Zeit zum Abkühlen geben. Getriebeöl wg. Abrieb
zu Beginn öfter wechseln. Gilt das so auch für dieses (4-Takt)Motorrad bzw. wie lange sollte man die neuen Kolben einfahren?
In der Ablassschraube unten am Kurbelkasten ist bei meinem Maschinchen schon ein Magnet drin - der 'Befund' beim Ablassen war unauffällig. Etwas Abrieb
war zu finden - aber keine Späne & nichts, was nach meiner Einschätzung unnormal gewesen wäre. Wie bei allen vorherigen Sachen gilt auch hier: mir fehlt der Vergleich... :(

Im Voraus bitte ich (für den halben Roman) vielmals um Entschuldigung - aber ich würde mir gerne Ärger und Defekte, die ich aus lauter Unwissenheit
selbst verursacht hab, gerne sparen.

Falls mir jemand behilflich sein kann und ein paar Antworten (auf die zugegebenermaßen recht vielen) Fragen hat, wäre ich euch sehr dankbar.

LG, Ruben.

P.S.: Am liebsten wär mir es ja wenn jemand, der sich mit solchen Zweizylinderagreggaten auskennt, einfach ein paar Meter auf der dicken Lady fährt.
Wahrscheinlich würden da (relativ schnell) eventuelle (komische) Sachen ans Tageslicht kommen & bemerkt werden. Vorerst scheidet diese Möglichkeit
allerdings aus, da ich (noch?) niemanden mit dem Wissen & Erfahrungsschatz kenne, der bei mir halbwegs um die Ecke wohnt. Sollte sich auf diesem
Wege jemand finden - dann freue ich mich selbstverständlich über jede Nachricht!

Angefügte Bilder:
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 Primaeroelstand.jpg 
 Garagenboden.jpg 
 Primaekasten unten.jpg 

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#2

RE: Rubi macht sich Sorgen...um die G12 mit CSR Herz

in Mechanik 26.02.2011 22:08
von ekkeneckepen | 730 Beiträge

Liebe Märchentante Rubi (Entschuldigung, aber du hast es vielleicht etwas mit der Anzahl der Buchstaben übertrieben)

Also mach dir man erstmal keine Sorgen. Das bischen Öl ist normal und es ist ein langer Prozess sie wirklich vollkommen öldicht zu bekommen, hat bei mir Jahre gedauert. Klemmer sind möglich und nicht ganz so schlimm, du hast richtig gehandelt. Fahre sie die ersten 1000 ML mit nicht mehr als 1/3 Gas, das schreibt auch das Fahrerhandbuch vor, dabei sollte sie so etwa gute 80 km/h laufen. Verwundern tut mich, dass sie auf den Choke kaum reagiert, der Hebel muß sobald sie ein bis zwei Minuten gelaufen hat völlig vom Lenker weg an den Anschlag gezogen sein. Wenn du auf volle Spätzündung stellst und der Leerlauf ein normales "Tick Over" hatte, sollte sie sehr langsam und butterweich laufen bzw stehen bleiben, das Auspuffgeräusch wird dann etwas lauter. Hast du den Zündzeitpunkt auch bei voller Frühzündung eingestellt?

Let´s stay in touch Jens

zuletzt bearbeitet 27.02.2011 08:37 | nach oben springen

#3

RE: Rubi macht sich Sorgen...um die G12 mit CSR Herz

in Mechanik 27.02.2011 17:22
von jampot | 311 Beiträge

Hi Ruben,

Du machst es für uns alten Männer etwas schwer. Bei soviel Text habe wir die Antworten schon vergessen, wenn wir mit lesen unten angekommen sind.
Die Bilder sehen normal aus, außer, dass unter dem Moped die obligatorische Pappe fehlt. Dann wäre das mit dem Fußboden auch kein Problem.
Evtl. ist der Vergaser nicht ganz richtig eingestellt, wegen dem nutzlosen Choke oder sie zieht falsche Luft. Mal die Flansche mit Bremsenreiniger absprühen um dies auszuschließen.
So, den Rest habe ich vergessen und muss nochmals lesen.
Grüße,
Ralf

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#4

RE: Rubi macht sich Sorgen...um die G12 mit CSR Herz

in Mechanik 27.02.2011 18:43
von Wilhelm | 619 Beiträge

..und ich schreib aus der Mitte raus:
Primärkasten ist ein bisserl undicht. Wennst mal Zeit hast, Auspuff und Fußraster weg, Primärkasten aufmachen, neue (eventuell selbstgemachte) Dichtung, mit Dichtungsmasse, und gut ist.
Achtung: Von den Alukästen gibt es glaubich 3 Bauarten, jede hat eine andere Dichtung. Falls Du bestellst, achtgeben.(Single, Twin mit Lima, Twin mit Alternator, glaub ich sind die Unterschiede)

Eventuelle Undichtheit bei Ansaugflansche kann sein: (Wenn der Bremsenreinigertest was zeigt)
Du hast einen Aluflansch zwei getrennte Zylinderköpfe auf einen Vergaser. Was heisst das? Du musst zuerst den Doppelflansch des Vergasers an beiden Zylinderköpfen anziehen und erst dann die Zylinderköpfe niederziehen.
Wenn zuerst die Zylinderköpfe niedergezogen werden, kann es sein, daß sie ganz wenig zueinander verschoben sind - um das Spiel, das die Stehbolzen in den Löchern haben. Und dann kannst Du den Alustutzen anziehen, wie Du willst, der wird kaum mehr dicht.
Was weiss man, ob das so gemacht wurde beim Zusammenbau?
Muß nicht sein, könnte eine Ursache sein, wenn da Undichtheit besteht.

Steuerdeckel wird so warm, daß man ih gerade noch etwas angreifen kann. So 80°??? Hab noch nicht gemessen, aber Lima wird nicht ganz so heiss, weil besser im Luftstrom. (Wenn Lima, und nicht Alternator)


Grüsse
Wilhelm aus Wien
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#5

Die Rübe macht sich weniger Sorgen :)

in Mechanik 27.02.2011 19:47
von rubi201 | 18 Beiträge

Liebe (Viel-)Leser und (Mit-)Helfer

ersteinmal vielen Dank für die (trotzdem) sehr freundlichen Antworten...trotz der ellenlangen 'Gute-Nacht-Geschichte' :)

Ich glaub für´s Erste bin ich einigermaßen beruhigt - sowohl in Sachen Temperatur der Lima & des Steuerdeckels, als auch was die Reviermarkierung angeht.

Ob die Sache mit dem Anziehen des Doppelflansches & der Zylinderköpfe, so wie von Wilhelm beschrieben, gemacht worden ist weiss man (bzw. ich) leider nicht.
Ich glaub der Falschlufttest im Ansaugbereich wird zeigen, ob da geschlampert wurde (oder nicht).

Einen Motor & Vergaserdichtsatz hab ich hier - allerdings fehlt da die Primärdeckeldichtung. Also werd ich die aus Abil einfach selber schneiden.

Nochmals herzlichsten Dank für eure Mühe und viele Grüße aus der Pfalz,
Ruben.

Ach ja...die Vergaserbestückung hab ich nach dem Kauf kontrolliert. Die entspricht den Vorgaben aus dem Handbuch (allerdings mit 450er Hauptdüse).
Inwieweit die Dame nun zu fett läuft (wegen den 'fehlenden' 1,5 Bar in den Zylindern) weiß ich nicht. Bei den bisherigen Fahrten war wohl mehr die
Nadelstellung als die Größe der HD für die Gemischaufbereitung zuständig. Das Kerzenbild (wenn man bei den wenigen Kilometern überhaupt
davon sprechen darf) war, für meine Begriffe jedenfalls, unauffällig.

...wäre natürlich scheibe, wenn das jetzt nur aus einem unglücklichen Zusammspiel von Nebenluft & falscher Bedüsung heraus 'stimmig resultiert'...!?! :)


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#6

RE: Rubi macht sich Sorgen...um die G12 mit CSR Herz

in Mechanik 27.02.2011 19:50
von Ludwig | 365 Beiträge

Zitat von rubi201

ich ging (bisher?!) davon aus, dass ein größer Kontaktabstand auch auch Auswirkungen auf den ZZP hat. Ist die Annahme, dass ein größere Abstand eine frühere Zündung zur Folge hat falsch?


Hallo Ruben,
der Kontaktabstand selbst hat keinen Einfluss auf den ZZP, lediglich auf den Schließwinkel (d. h.den Anteil der Zeit,
in dem Strom durch die Spule -bei Magneten durch das sich ändernde Magnetfeld - fließt).
Wenn er nach der Einstellung geändert wird, verschiebt sich natürlich auch der Zündzeitpunkt in die von Dir genannte Richtung.
Noch was: Der Kontaktabstand beeinflusst auch die Verhältnisse zwischen der Stellung der Armatur im Magneten dem Öffnen des Unterbrecherkontakts, und der kräfigste Funke entsteht, wenn der Kontakt gerade bei der
größten Feldänderung -Abriss- öffnet. Deshalb sind die Werksangaben ernst zu nehmen.
Aber Dein Magnet scheint ja ordentlich zu arbeiten.
Grüße Ludwig

zuletzt bearbeitet 27.02.2011 20:09 | nach oben springen

#7

RE: Rubi macht sich Sorgen...um die G12 mit CSR Herz

in Mechanik 27.02.2011 20:24
von Wilhelm | 619 Beiträge

Nur, damit Du Dich nicht mit saudünnen Dichtungen herumschlagen musst:
Die Primärkastendichtung besteht aus fettigem, saftig-weichem Dichtpapier mit ca. 0,45 - 0,50 mm Stärke, und die Dichtung ist rundherum ca. 15 mm, nein eher 20 mm breit. (Alles aus der Erinnerung, Aussenkante bündig mit Alu)
Lässt sich also schön bearbeiten, ohne gleich zu reissen.


Grüsse
Wilhelm aus Wien
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#8

RE: Rubi macht sich Sorgen...um die G12 mit CSR Herz

in Mechanik 28.02.2011 08:49
von ekkeneckepen | 730 Beiträge

Bewährt hat sich (bei mir) 0,5mm Klingersil (das grüne, fettige). Ich habe mir ein Locheisen gemacht, das genau in den Deckelbohrungen geführt wird. Dann spanne ich den Deckel auf die Werkbank (das Klingersil darunter) und loche rund um. Die äußere Kontur mit einem Folienschreiber anzeichnen, Zwinge los, die innere Kontur freihand anzeichnen, ausschneiden fertig. Keine flüssige Dichtung zusätzlich nehmen, dann kannst du deine selbstgemachte Dichtung tausendmal verwenden. Für die Steuerseite habe ich übrigens im gleichen Verfahren eine Dichtung gemacht, da gehört ja eigentlich keine hin aber wenn zur Zündeinstellung der Deckel ein paarmal abgenommen werden muss und immer wieder das Geschmiere mit flüssiger Dichtung losgeht, weiß man wofür die Arbeit sich gelohnt hat.

Hauptdüse 480 ist viel zu groß, versuche es einmal mit 300. Am 12.1.2011 habe ich hier unter dem Namen "Very British" eine Bastelanleitung zur Versagereinstellung eingestellt, kannst du ja einmal probieren. Im übernächsten Jampot Magazin kommt auch ein umfangreicher Vergaserartikel von mir.

Jens

zuletzt bearbeitet 28.02.2011 09:33 | nach oben springen

#9

Kontaktzündungsgrundlagen & Vergaserbedüsung...

in Mechanik 28.02.2011 10:08
von rubi201 | 18 Beiträge

Zitat von Ludwig

Wenn er nach der Einstellung geändert wird, verschiebt sich natürlich auch der Zündzeitpunkt in die von Dir genannte Richtung.


Da hab ich mich (mit der Frage) wohl missverständlich ausgedrückt, aber genau das hab ich gemeint!
Wenn sich der Unterbrecherabstand NACH dem Einstellen der Zündung ändert, so wandert auch der ZZP.
Wird der UB-Abstand größer (z.B. durch 'Abbrand' der Kontaktflächen) geht es in Richtung früh, wird er
kleiner (gemacht) so wandert er in Richtung spät. Zumindest hab ich das so verstanden.
Falsch ich da falsch liege so wäre es schön, wenn mich jemand aufklärt oder das berichtigt...

@Jens: den 'Very British'-Artikel hatte ich schon gelesen (...und gleich gespeichert :)

Die 300er Düse verwirrt mich nun allerdings ziemlich :(

HD 450 ist (in mehreren Handbüchern) so für den 650er CSR-Motor (mit Amal 389) zu finden.
390 wird für die Version mit Luftfilter empfohlen - aber den gibt´s bei mir ja nicht... :)

Vielleicht hätte ich hinzufügen, dass bei mir kein 'Speedkit' verbaut ist - und ich nur einen Versager am Mopped hab.
Kann es sein, dass die 300er HD für die Doppelvergaservariante gilt?

Gruß,
Ruben.


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#10

RE: Kontaktzündungsgrundlagen & Vergaserbedüsung...

in Mechanik 28.02.2011 12:29
von ekkeneckepen | 730 Beiträge

Für meine AJS 18CS ist eine 400 Hauptdüse vorgeschrieben. Bewährt hat sich im Alltagsbetrieb eine 270 Hauptdüse. Die großen Hauptdüsen waren notwendig, wenn man stets mit Vollgas im Gelände oder auf der Rennpiste rumbolzt damit der Motor nicht überhitzte. Ein sehr fettes Gemisch hält durch Eigenkühlung die Temperatur im Rahmen. Wenn man heute ein solches Motorrad fährt, bewegt man es wohl selten über 1/2 Gas, was ja auch für 110 bis 120 km/h reicht. Dann ist die Hauptdüse viel zu groß. In diesem Bereich ist mehr die Düsennadel und die Nadelstellung maßgeblich. Die Hauptdüse sitzt ja vor der Nadeldüse und beeinflußt diese auch je weiter du auf machst um so mehr wird dann die Spritmenge durch die Hauptdüse gesteuert.

Jens

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#11

RE: Kontaktzündungsgrundlagen & Vergaserbedüsung...

in Mechanik 05.03.2011 14:20
von rubi201 | 18 Beiträge

HIer mal ein (diesmal kurzer) Zwischenstand:

Das Absprühen des Vergaserflansches ergab leider kein Ergebnis. Allerdings drückt es dort (an einer Stelle unten)
ein ganz klein wenig (super minimalst) Sprit raus. Schätze mal ich werd diese Dichtungen trotzdem erneuern.
Mal schauen ob es was bringt (und der Choke danach funktioniert bzw. anspricht).

Priämärdeckel ist (mittlerweile) dicht (gemacht worden :). Das ging mit einer selbstgeschnitzten & gelochten
Papierdichtung in 0.5mm ganz prima. Damit wurde (wenigstens ein Teil) der Ölmarkierungen auf dem
Garagenboden besetitigt. Ein bisschenleckt sie immer noch...ist jetzt aber deutlich weniger als vorher.

Fahrt schön (& auch sicher!) und nochmals herzlichen Dank für die wertvollen Tips.

VG; Ruben.


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zuletzt bearbeitet 05.03.2011 14:22 | nach oben springen

#12

RE: Kontaktzündungsgrundlagen & Vergaserbedüsung...

in Mechanik 09.03.2011 02:17
von MikeM. | 121 Beiträge

There is a chance that the oil spots on your garage floor after you have returned from a ride may be from the oil tank breather pipe, if the oil tank is kept full or very near the top level, oil tends to get blown out of the breather pipe. Try putting a shallow baking tray under the primary chaincase area when you return from a ride to catch any oil drips and keep your garage floor clean.

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